Manchmal ist es nötig, zurückzutreten, um das Gesamtbild zu erkennen. Als sich Ron Garan im Juni 2008 zur Arbeit aufmachte, wusste er bereits, dass ihm ein besonderer Tag bevorstand. Der NASA-Astronaut war nämlich im Begriff, sich an das Ende des Roboterarms zu klemmen, der sich in einem als „Scheibenwischer“ bekannten Manöver in einem Bogen über die Internationale Raumstation ISS bewegen sollte. Am Scheitelpunkt des Bogens hatte Garan dann einen Blick auf die ISS rund 30 Meter unter sich und die 386 Kilometer entfernte Erde. „Die Zeit schien still zustehen, und ich wurde von Bewusstsein und Ergriffenheit durchflutet“, erinnerte er sich später.

Manchmal ist es nötig, zurückzutreten, um das Gesamtbild zu erkennen.

Im Jahre 1946 sahen Menschen die Erde das erste Mal aus dem Weltraum, als eine an einer erbeuteten deutschen V2-Rakete montierte modifizierte Filmkamera in New Mexiko gestartet wurde. Nachdem die Rakete Minuten später zurückgekehrt war, lieferte die Kamera Schwarz-Weiß-Bilder der Erdkrümmung aus 105 Kilometer Höhe.

„Aus der Ferne“

1972 machte dann die Crew der letzten Apollo-Mission (Apollo 17) auf ihrem Weg zum Mond eines der legendärsten Fotos des Planeten. Es zeigt die Erde in allen Farben. Der Anblick löst verschiedene klischeehafte Reaktionen aus: wunderschön, friedlich, zerbrechlich…

Ein paar Jahre später flog der Harvard Absolvent Frank White in einem Passagierflugzeug nördlich über Washington DC. Beim Blick aus dem Fenster sah das Kapitol und das Washington Monument 9000 Meter unter sich und fand es plötzlich absurd, dass diese menschlichen Ameisen Lebensverändernde Entscheidungen trafen und sich selbst so ernst nahmen. Gleichzeitig wusste er, das sein (physischer) Überblick nach der Landung verschwinden und er selbst wieder zu einer Ameise werden würde. Das Erlebnis veranlasste ihn zu der These, dass unsere philosophische Weltsicht von unserer physischen Perspektive abhängt.

Menschliche Ameisen treffen Lebensverändernde Entscheidungen

Beim Flug über dem amerikanischen Westen ergaben sich weitere Erkenntnisse. Nun begann Frank, sich mit einem Zeitreisenden zu vergleichen. Während er auf das Netzwerk von Straßen unter sich blickte, konnte er sehen, welche Autos sich begegnen würden, lange bevor es die Fahrer konnten – er konnte sozusagen in die Zukunft schauen. „Aus dem Flugzeug war die Botschaft, die uns Wissenschaftler, Philosophen, geistige Lehrer und Systemtheoretiker seit Jahrhunderten zu vermitteln versuchen, ganz offensichtlich: Alles ist miteinander verbunden und hängt zusammen“, schreibt er in seinem Buch The Overview Effect: Sapce Exploration and Human Evolution.

… lange bevor es die Fahrer konnten – er konnte sozusagen in die Zukunft schauen.

Die Erfahrung, welche Astronauten mit dem Blick aus dem Weltraum auf die Erde machen beschreiben sie trotz aller Vorbereitungen auf diesen Moment mit „überwältigend“, „atemberaubend“, „filigran“. Viele erfüllte das Bedürfnis dieses blaue Juwel beschützen zu wollen.

„Alles ist miteinander verbunden und hängt zusammen“

Frank nennt diese Läuterung den Overview-Effekt“, den er als „geistige Bewusstseinsveränderung“ beschreibt. Sie wird von „Ehrfurcht vor dem Planeten, einem tiefen Verständnis für die Vernetzung allen Lebens und einem erstarkten Gefühl für die Verantwortung gegenüber dem Schutz der Umwelt“ begleitet.

„Geistige Bewusstseinsveränderung“

Menschen die, die Welt bereisten und tausende Kilometer mit dem Auto und Flugzeug zurücklegten, andere Kulturen kennenlernten und im Geschäftsleben komplexe Herausforderungen und Aufgaben meistern, besitzen auch die Erfahrung von Bewusstseinsveränderung. Sie sind in der Lage weit in die Zukunft hinausreichende Entscheidungen zu treffen. Muster und Strukturen in großer Schnelligkeit zu erkennen.

„Tiefste Einheitserfahrung – Unio Mystica“

In der mystischen Erfahrung, als tiefste Einheitserfahrung die Unio Mystica, erfolgt die geheimnisvolle Vereinigung der Seele mit Gott. Diese Erfahrung ist sehr, sehr selten. Vielleicht 3 oder 4 Menschen auf der Welt kennen sie. Sie ist auch sehr schwer und hat eine „tiefgreifend geistige Bewusstseinsveränderung“ zur Folge. Aus dieser Erfahrung heraus begreift ein Mensch vom Ziel zurück und ist vollends erschüttert über die Geschehnisse auf der Erde. Dieser Mensch nimmt den gesamten Weltschmerz auf. Mitgefühl breitet sich aus. Als Geschenk erfährt er Weisheit, die Erfahrung absoluter Wirklichkeit und des ewigen Lebens, das auf die Erde möchte… zu den Menschen!

„Alles ist eins“

Bei der Theorie das Spiritualität die Berührung der zwei parallelen Linien Wissenschaft und Glaube ist und die Zeit nur lang genug sei, werden diese sich berühren… müssen.

Die Veränderung des Bewusstseins geschieht in jedem Moment. Wir sind am Abend nie die gleichen wie am Morgen. In der Meditation können wir die Grenzen des Bewusstseins weit verschieben. Das einhergehende, sich ausbreitende Mitgefühl, öffnet zugleich das Herz. Friedfertigkeit stellt sich ein und Erkenntnis. Mit der Idee, das dieses vereinheitlichte Feld oder das Feld der Einheit wächst, wird es in der Folge möglich sein völlig neue Lösungen zu entwickeln. Ideen die das Leben und diesen Planeten schützen.

www.moselenergie.com (teilweise Quellennachweis Tracy Cald