Einer der Schwerpunkte meiner Coachings ist die Persönlichkeitsentwicklung auch die Biographie-Arbeit, das Lebensscript des Klienten. Dabei verlassen wir sehr schnell die Ebene der Phänomene und gehen an „des Pudels Kern“, wie Goethe seinen Faust sprechen lässt.

Ich erinnere mich an ein Coaching dessen Anbahnung über eine Empfehlung seinen weiten Weg zu mir fand. Nach einem ausführlichen Telefonat erfolgte der Erstkontakt. Zwei Tage bevor dieser stattfand, empfand ich eine unerklärliche Unruhe in mir. Es war irgendwie laut und ein körperlicher hoher Stresslevel fühlbar. Mit dem Erscheinen des Klienten war die Ursache dann offenbar: Ein Zustand völliger Überforderung stand vor mir.

Das physische System stand vor dem Kollaps. Psychopharmaka, Blutdruckmittel, 6 Tage Woche, Schlafstörungen und ausgestattet mit zwei Mobilphonen, die ständig klingelten. Eine Katastrophe jagte die nächste. In den ersten beiden Terminen holte ich ihn erst einmal sachte wieder auf eine Umlaufbahn nahe der Erde. Im dritten Termin vereinbarten wir eine Wanderung, also eher einen kleinen Spaziergang. Ziel, eine Aufmerksamkeits- oder Achtsamkeitsübung zur Erweiterung der Wahrnehmung.

Meine Aufgabe an den Klienten zu Beginn des Weges lautete:
„Ich gebe Ihnen 5 kleine Kieselsteinchen. Jedes Mal wenn Sie etwas Schönes sehen, riechen oder wahrnehmen, nehmen Sie einen Stein von der rechten Tasche und wechseln diesen in die linke Tasche. Am Ende des Weges tauschen wir uns dann dazu aus!“
Der Klient entgegnete: “ Oh, das sind viel zu wenig, geben Sie mir mehr Steine!“ Er bekam also sehr viele. Wir gingen los. Nach etwa 10 Minuten, ich war bereits sehr verwundert, weil er derart losstürmte, dass ich kaum hinterher kam, blieb er stehen.
„Frau Richard, wie war nochmal die Aufgabe?“

Klient: Walter C. 52 Jahre, 180 Mitarbeiter, 50 Mio Budgetverantwortung

Wer vor lauter Bäumen den Wald vergessen hat: „Hier geht´s lang!“
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