Wirks und Passierchen im Geistreich

Im Zustand des stillen Bewusstseins, sei es in der Meditation, Kontemplation, Vision oder gar – wem Zutritt gewährt wird – im transpersonalen Bewusstseinsraum, verändert sich unsere Wahrnehmung. Es gibt keinerlei Materie. Die Welt der Phänomene ist Illusion. Dahinter verbirgt sich eine weit größere Realität. Diese ist liebevoll, allwissend und durchdrungen von vollkommener Logik. Dies in einer Schönheit, welche keine Sprache auszudrücken vermag. Der Begriff „Heiliger Geist“ beschreibt es wohl am Ehesten. Auf jede, wirklich jede, Frage noch bevor sie gedacht wäre, breitet sich die Antwort in einer Unmittelbarkeit aus, die grenzenloses Staunen und unendliche Demut hervorruft.

“Wir wissen noch sehr wenig über den Übergang oder Zusammenhang von materieller und spiritueller Welt. Und diese Tatsache sollte Grund genug sein, dass wir uns davor hüten, Spiritualität als Hokuspokus abzutun. Stattdessen sollten wir uns dringend damit auseinander setzten.” Dies empfiehlt Hermann Scherer, Bestseller Autor und einer der besten deutschen Coachs. Er sagt auch: “Wir beginnen, in der Wirtschaft an der Oberfläche der Spiritualität zu kratzen.”

Die Quantenphysik erschüttert unseren Realitätsbegriff! Dabei entspricht sie exakt der Logik der Natur. Da verhalten sich Teilchen wie Wellen und Wellen wie Teilchen. Diese Unschärfe verweist auf den Ursprung alles Lebendigen – auf einen zugrunde liegenden universellen Code, der nichts anderes ist als Information. Was wir für Materie halten, ist Bewusstsein. Diese Theorie, die von einigen Quantenphysikern vertreten wird, legt nicht weniger als ein neues Weltbild nahe. Sich darauf einzulassen ist gewiss nicht einfach – aber wenn wir es tun, werden wir ganz neue Möglichkeiten entdecken, mit unserem Planeten umzugehen.

Die Wirklichkeit in der neuen Physik ist Potenzialität, eine Welt der Kann-Möglichkeiten, sich auf verschiedene Art materiell-energetisch zu verkörpern. Deshalb entschied Prof. Dürr für sich Begriffe wie Teilchen oder Atom nicht mehr zu benutzen und sagte stattdessen Wirks oder Passierchen. Ein Passierchen ist ein winzig kleiner Prozess.

Damit kommen wir auf eine neue Prozessebene. Begriffe wie Wirksamkeit oder Selbstwirksamkeit und die erforderlichen Kompetenzen um in einem neuen Bewusstsein, Quantenreich oder Geistreich agieren zu können, gilt es zu entwickeln. Auch das Wissen darum wie „es“ passiert. Damit ist neben dem Geschehnis an sich, auch das Passierchen im Sinne von Durchlassen und Grenzüberschreiten gemeint.

„Ist etwas passiert?“, „Wie ist das passiert?“, „Wie um Himmels Willen konnte das passieren?“ und „Wie bewirke ich was?“ auch „Es wirkt!“ sind Fragen oder Erkenntnisse, welche sich auf die Ebene der Erscheinungen beziehen. Nun wird es jedoch spannend, denn auf der Ebene der Transzendenz der Naturwissenschaften lautet eine mögliche Frage „Haben Sie ein Passiertuch verwendet?“ oder „Wo ist das Holz für dieses Weinfass gewachsen?“.

Bereits das potentielle Wissen, als Ahnung oder als Intuition, aber auch als Glaube im Sinne des Beobachtereffekts reicht aus, um ein Quant zu aktivieren.

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