(Ver-) Führungskunst – Vermeidung in acht Schritten Johann Wolfgang von Goethes Zauberlehrling.
Es gibt die Annahme das Goethe 80.000 Worte beherrschte. Der normal übliche Sprachschatz umfasst ca. 12.000-16.000 Worte. Bann- und Zaubersprüche, Reime und Wortakrobatik sind aber auch elementarer Bestandteil wirksamer Rede- und (Ver-)Führungskunst.
Angewandt auf Führungsfehler und unreifes Projektmanagement sieht das in der Praxis manchmal folgendermaßen aus:

  1. Überheblichkeit und Wichtigtuerei
    Hat der alte Hexenmeister sich doch einmal wegbegeben! Und nun sollen seine Geister auch nach meinem Willen leben. Seine Wort und Werke merkt ich und den Brauch, und mit Geistesstärke tu ich Wunder auch.
  2.  Umsetzung des Vorhabens
    Und nun komm, du alter Besen! Nimm die schlechten Lumpenhüllen; bist schon lange Knecht gewesen: nun erfülle meinen Willen
  3. Machtrausch
    Seht, er läuft zum Ufer nieder, Wahrlich! ist schon an dem Flusse, und mit Blitzesschnelle wieder ist er hier mit raschem Gusse.
  4. Angst und Verzweiflung
    vollgemessen! – Ach, ich merk es! Wehe! wehe! Hab ich doch das Wort vergessen!
  5. Hilfloses Schimpfen
    O du Ausgeburt der Hölle! Soll das ganze Haus ersaufen?
  6. Verzweiflungstat
    krachend trifft die glatte Schärfe. Wahrlich, brav getroffen! Seht, er ist entzwei!
  7. Hilferuf
    Wehe! wehe! Beide Teile stehn in Eile schon als Knechte völlig fertig in die Höhe! Helft mir, ach! ihr hohen Mächte!
  8. Rettung durch den Zaubermeister
    “In die Ecke, Besen, Besen! Seids gewesen. Denn als Geister ruft euch nur zu seinem Zwecke, erst hervor der alte Meister.”

Foto: H.H. Görgen

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